- «Wir haben ja ein Backup.»
- Backup ist nicht gleich Wiederherstellung
- Drei Lücken, die wir bei KMU regelmässig sehen
- Was im Ernstfall wirklich zählt
- Wie ein belastbares Backup-Konzept aussieht
- Welches Backup-Konzept passt zu Deinem Unternehmen?
- Einmal ehrlich hinschauen
- simple.backup als mögliche Lösung
- Backup im Microsoft-365-Umfeld einordnen
«Wir haben ja ein Backup.»
Diesen Satz hören wir in vielen Gesprächen mit Unternehmen. Oft kommt er ganz selbstverständlich. Manchmal mit Überzeugung, manchmal auch mit etwas Unsicherheit.
Das ist nachvollziehbar. Wer ein Backup eingerichtet hat, hat einen wichtigen Schritt gemacht.
Die entscheidende Frage kommt aber erst danach. Sie lautet nicht: «Habt Ihr ein Backup?»
Sie lautet: «Wurde die Wiederherstellung schon einmal getestet?»
Denn ein Backup allein bringt Deinen Betrieb nicht zurück. Erst eine funktionierende Wiederherstellung tut das.
Backup ist nicht gleich Wiederherstellung
Eine Datensicherung kopiert Daten an einen anderen Ort.
Das ist wichtig, aber es ist nur der erste Teil.
Eine Wiederherstellung sorgt dafür, dass Dein Betrieb wieder arbeitsfähig wird. Mitarbeitende können wieder arbeiten. Der Mailverkehr funktioniert. Dokumente sind verfügbar. Systeme laufen wieder in der richtigen Reihenfolge an.
Wenn ein Backup vorhanden ist, weisst Du, dass Daten gespeichert wurden. Wenn die Wiederherstellung getestet wurde, weisst Du, ob Dein Betrieb im Ernstfall wirklich wieder starten kann.
Das ist der entscheidende Unterschied.
Drei Lücken, die wir bei KMU regelmässig sehen
In vielen Unternehmen gibt es ein Backup. Trotzdem bleibt offen, ob es im Ernstfall wirklich hilft.
Diese drei Punkte sehen wir besonders häufig.
Microsoft 365 wird nicht separat gesichert
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass Microsoft ihre Daten in Microsoft 365 vollständig sichert. Microsoft sorgt jedoch vor allem dafür, dass die Plattform verfügbar bleibt. Das ist nicht dasselbe wie ein eigenes Backup Deiner Unternehmensdaten.
Eine gelöschte SharePoint-Datei, die erst nach Wochen auffällt, kann bereits nicht mehr verfügbar sein. Eine durch Ransomware verschlüsselte OneDrive-Umgebung lässt sich nicht unbegrenzt zurückdrehen. Ein gelöschtes Postfach beim Austritt ist irgendwann nicht mehr vorhanden.
Für Microsoft 365 braucht es deshalb ein separates Backup für Exchange, OneDrive, SharePoint und Teams.
Niemand weiss, wie lange eine Wiederherstellung wirklich dauert
«Schnell» ist keine verlässliche Antwort.
Eine hilfreiche Antwort wäre: zwei Stunden, ein Arbeitstag oder drei Tage.
Wenn diese Zahl nicht bekannt ist, wird es im Ernstfall schwierig. Dann muss zuerst herausgefunden werden, was überhaupt wiederhergestellt werden kann, wie lange es dauert und welche Systeme zuerst gebraucht werden.
Erst ein regelmässiger Wiederherstellungstest zeigt, wie schnell Daten und Systeme tatsächlich wieder verfügbar sind.
Das Backup liegt im selben Netz wie die Produktivsysteme
Ein häufiges Muster: Der Server steht im Serverraum, das Backup-NAS gleich daneben. Beide befinden sich im selben Netzwerk. Beide sind mit denselben Zugangsdaten erreichbar.
Bei einem Ransomware-Angriff kann dadurch nicht nur das Produktivsystem, sondern auch das Backup betroffen sein. Genau dann, wenn das Backup gebraucht wird, ist es möglicherweise nicht mehr nutzbar.
Ein gutes Backup-Konzept sorgt deshalb dafür, dass mindestens eine Kopie getrennt vom Produktivnetz gespeichert wird. So bleibt sie auch dann verfügbar, wenn lokale Systeme bereits betroffen sind.
Was im Ernstfall wirklich zählt
Wenn morgen früh nichts mehr läuft, sind die wichtigsten Fragen keine reinen Technikfragen. Es sind Fragen zum Betrieb.
Wie lange darf Dein Unternehmen stillstehen?
Welche Systeme müssen zuerst wieder verfügbar sein?
Wer entscheidet im Ernstfall über Prioritäten und Reihenfolge?
Wenn diese Fragen vorher geklärt sind, wird die Situation im Ernstfall deutlich kontrollierbarer. Wenn nicht, muss unter Druck improvisiert werden.
Wie ein belastbares Backup-Konzept aussieht
Ein gutes Backup-Konzept muss nicht kompliziert sein. Entscheidend sind drei Grundlagen.
Mehrere Kopien an unterschiedlichen Orten
Mindestens eine Kopie sollte ausserhalb des Hauptstandorts liegen. Wenn der Serverraum, die lokale Infrastruktur oder das Netzwerk betroffen ist, bleibt eine unabhängige Sicherung verfügbar.
Regelmässig getestete Wiederherstellungen
Einzelne Dateien und komplette Systeme sollten regelmässig testweise wiederhergestellt werden. Nur so wird sichtbar, ob die Sicherung vollständig ist, wie lange der Restore dauert und ob der Ablauf funktioniert.
Klare Zuständigkeiten und Prioritäten
Es muss geregelt sein, wer die Wiederherstellung übernimmt, welche Systeme zuerst zurückkommen und wer Entscheidungen trifft.
Im Ernstfall bleibt wenig Zeit für Abstimmungen. Darum sollten diese Punkte vorher geklärt sein.
Welches Backup-Konzept passt zu Deinem Unternehmen?
Nicht jedes Backup-Konzept erfüllt denselben Zweck. Ein lokales Backup kann sinnvoll sein, wenn Daten schnell wiederhergestellt werden müssen. Es ist aber anfällig, wenn der Standort, das Netzwerk oder die Zugangsdaten betroffen sind.
Ein Cloud-Backup speichert Daten ausserhalb des eigenen Standorts. Das schützt zusätzlich vor lokalen Schäden, Hardware-Ausfällen oder Angriffen auf die interne Infrastruktur.
Schnell, aber abhängig vom Standort
Gut für schnelle Wiederherstellungen. Verwundbar, wenn der Standort, das Netzwerk oder die Zugangsdaten betroffen sind.
Unabhängig vom eigenen Standort
Schützt vor lokalen Schäden, Hardware-Ausfällen und Angriffen auf die interne Infrastruktur. Bleibt verfügbar, wenn lokale Systeme nicht mehr funktionieren.
Für viele KMU sinnvoll
Lokale Sicherungen für schnelle Wiederherstellungen, eine getrennte Cloud-Kopie für den Ernstfall und ein separates Backup für Microsoft 365.
Wichtig ist dabei nicht, möglichst viele Backup-Lösungen zu haben. Entscheidend ist, dass das Konzept zur Arbeitsweise Deines Unternehmens passt.
Welche Daten sind kritisch? Wie schnell müssen sie wieder verfügbar sein? Welche Systeme haben Priorität? Und wurde die Wiederherstellung wirklich getestet?
Einmal ehrlich hinschauen
Das ist kein Grund zur Panik. Aber es ist ein guter Grund, genauer hinzuschauen.
Die HEAD IT Solutions prüft gemeinsam mit Dir, wie Dein aktuelles Backup-Konzept aufgebaut ist. Wir schauen, welche Daten gesichert werden, wo die Sicherungen liegen, ob Microsoft 365 berücksichtigt ist und wie realistisch eine Wiederherstellung im Ernstfall wäre.
Dabei geht es nicht darum, sofort alles zu ersetzen. Oft reicht schon ein klarer Blick auf die bestehende Situation, um die wichtigsten Lücken zu erkennen.
simple.backup als mögliche Lösung
Wenn sich zeigt, dass ein separates Cloud-Backup sinnvoll ist, kann simple.backup eine passende Lösung sein.
Backup im Microsoft-365-Umfeld richtig einordnen
HEAD IT Solutions ist Microsoft Solutions Partner für Modern Work. Dadurch arbeiten wir täglich mit Microsoft 365 und kennen die Stellen, an denen ein zusätzliches Backup entscheidend sein kann.
Microsoft 365 ist eine starke Plattform. Die Verfügbarkeit der Plattform ersetzt aber kein eigenes Backup-Konzept für Deine Unternehmensdaten.
Microsoft Solutions Partner für Modern Work