Teil 1 von 2
Warum die einfachen Massnahmen zuerst kommen
Ein Cyberangriff kann teuer werden. Und meistens steckt dahinter keine hochspezialisierte Hacker-Gruppe, sondern eine einfache Lücke, die man hätte schliessen können.
Genau das ist die gute Nachricht. Viele der wirksamsten Massnahmen kosten kein grosses Budget und keine neue Software. Sie brauchen vor allem Struktur und die Bereitschaft, ein paar Dinge sauber zu regeln.
In diesem ersten Teil zeigen wir dir fünf Massnahmen, mit denen du dich als KMU spürbar besser schützt. Die restlichen fünf folgen in Teil 2.
Erstelle ein Inventar deiner IT
Schützen kannst du nur, was du kennst. Deshalb steht am Anfang eine einfache Frage: Welche Geräte, Programme und Zugänge sind in deinem Unternehmen überhaupt im Einsatz?
Ein Inventar deiner Hard- und Software gibt dir diesen Überblick. Es hält fest, welche Notebooks, Server, Drucker und Programme genutzt werden und wer dafür zuständig ist. Nur wer weiss, was er einsetzt, kann schnell reagieren, wenn irgendwo eine Lücke bekannt wird.
Wird zum Beispiel eine Schwachstelle in einer bestimmten Software gemeldet, kannst du sofort nachsehen, ob sie bei dir läuft. Ohne Inventar bleibt nur raten.
Fang mit einer einfachen Liste an: Geräte, installierte Programme, Cloud-Dienste und die dazugehörigen Verantwortlichen. Wichtig ist nicht das perfekte Tool, sondern dass die Liste aktuell bleibt und nicht nach dem ersten Mal in einer Schublade verschwindet.
Kontrolliere, wer Software installiert
In vielen Betrieben darf jeder auf seinem Gerät installieren, was er möchte. Das ist praktisch, wird aber schnell zum Problem.
Software, die unkontrolliert installiert wird, kann zur Einfallstür werden. Sie ist oft veraltet, wird nicht aktualisiert und niemand behält den Überblick, was auf den Geräten überhaupt läuft. Manchmal handelt es sich um harmlose Programme, manchmal um Tools mit Sicherheitsrisiken oder um versteckte Schadsoftware.
Wenn Installationen zentral geregelt sind, weisst du jederzeit, was im Einsatz ist. Das reduziert die Angriffsfläche und macht deine IT deutlich einfacher zu betreuen.
Entzieh den Mitarbeitenden die lokalen Administratorrechte und stell einen klaren Weg zur Verfügung, über den benötigte Programme angefragt und freigegeben werden. So bleibt das Team arbeitsfähig, ohne dass die Kontrolle verloren geht.
Trenne private Geräte vom Firmennetz
Das Smartphone im Pausenraum, das Notebook eines Gastes oder das private Tablet: All diese Geräte landen schnell im Firmen-WLAN. Und damit im selben Netz wie deine Server, Daten und Systeme.
Das ist ein unnötiges Risiko. Über ein privates Gerät, das bereits mit Schadsoftware infiziert ist, kann ein Angreifer plötzlich mitten in deinem Firmennetz stehen.
Private Geräte gehören deshalb ins Gäste-WLAN. Getrennt vom Firmennetz und ohne Zugriff auf kritische Daten. So bleibt der Komfort erhalten, ohne dass jedes fremde Gerät zum Einfallstor wird.
Richte ein separates Gäste-WLAN ein, das nur ins Internet führt und keinen Zugriff auf interne Systeme hat. Kommuniziere klar, dass private Geräte ausschliesslich dieses Netz nutzen. Das lässt sich auf den meisten Firmen-Routern mit wenig Aufwand einrichten.
Konfiguriere deine Systeme sicher
Viele Systeme werden einmal aufgesetzt und danach nicht mehr angefasst. Oft laufen dann Dienste und Funktionen mit, die gar niemand braucht. Jede davon ist eine mögliche Schwachstelle.
Eine sichere Konfiguration macht hier einen grossen Unterschied. Nicht benötigte Dienste abschalten, Standardpasswörter ersetzen und Zugriffsrechte einschränken: Diese Schritte klingen unspektakulär, schliessen aber viele Türen, bevor sie jemand ausnutzen kann.
Wichtig ist dabei das Prinzip der minimalen Rechte. Jeder und jedes System bekommt nur so viel Zugriff, wie für die Arbeit wirklich nötig ist. Nicht mehr.
Geh deine wichtigsten Systeme durch und prüfe drei Punkte: Welche Dienste laufen unnötig, welche Standardpasswörter sind noch gesetzt und wer hat welche Zugriffsrechte. Reduziere konsequent auf das, was wirklich gebraucht wird.
Halte alles aktuell
Die meisten Angriffe nutzen keine geheimen Tricks. Sie nutzen bekannte Lücken aus, für die längst ein Update bereitsteht. Lücken, die eigentlich schon geschlossen sein sollten.
Updates werden im Alltag oft aufgeschoben, weil sie stören oder ein Neustart nötig ist. Genau diese Verzögerung nutzen Angreifer. Sobald eine Schwachstelle öffentlich bekannt ist, wird sie oft innert kurzer Zeit automatisiert ausgenutzt.
Aktuelle Systeme sind deshalb eine der einfachsten und wirksamsten Schutzmassnahmen überhaupt. Das gilt für Betriebssysteme, Programme, Firewalls und alle Geräte im Netzwerk.
Aktiviere automatische Updates, wo es möglich ist, und definiere feste Zeitfenster für alles, was manuell eingespielt werden muss. Vergiss dabei Geräte nicht, an die man selten denkt: Router, Firewalls, Drucker und andere Netzwerkgeräte.
Klingt kompliziert? Muss es nicht sein
Diese fünf Massnahmen brauchen kein grosses Budget, sondern vor allem Klarheit und Konsequenz. Trotzdem bleibt im Alltag oft keine Zeit, sie sauber umzusetzen. Genau da kommen wir ins Spiel.
Die HEAD IT Solutions hilft dir, diese Massnahmen und viele mehr in deinem Unternehmen umzusetzen. Wir schauen uns deine IT an, setzen die richtigen Prioritäten und kümmern uns darum, dass dein Schutz nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag funktioniert.
In Teil 2 zeigen wir dir die restlichen fünf Massnahmen, mit denen du deinen Schutz weiter ausbaust.
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